Umwelt, Naturschutz und Verkehr

Umwelt, Natur und Energie

Die Bekämpfung des globalen Klimawandels ist eine der zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Immer häufiger und heftiger auftretende Wirbelstürme und andere Unwetterkatastrophen lassen erahnen, welche dramatischen Folgen der globale Temperaturanstieg nach sich ziehen wird. Auch in Mitteleuropa bekommen wir den Klimawandel immer deutlicher zu spüren. Ich bin der Meinung, dass Kommunen hier viel bewegen können, z.B. eine aktive Klimapolitik, um auch die Energiekosten zu senken.

Haushalte, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen haben einen Anteil von nahezu 50 % am Endenergieverbrauch. Allein das Heizen verursacht 80 % der gesamten CO2- Emissionen der privaten Haushalte. Gerade hier lohnen sich bei den derzeitigen Energiepreisen Investitionen: Mit heutiger Technik ist rund die Hälfte dieses CO2- Ausstoßes wirtschaftlich vermeidbar. Auch beim Stromverbrauch und im Verkehr können erhebliche CO2-Mengen vermieden werden.

Die Energieeinsparpotenziale sind riesig. Sie zu erschließen, schützt das Klima und schont die begrenzten Ressourcen sowie den Geldbeutel gleichermaßen. Die Koordination und Umsetzung vieler konkreter Klimaschutz-Maßnahmen kann nur vor Ort erfolgen. Deshalb muss auch die Gemeinde Gersheim ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Doch auch hier müssen wir leider feststellen, dass die Gemeinde Gersheim nicht auf der Höhe der Zeit ist. So gut wie keine öffentlichen Gebäude in der Gemeinde verfügen über eine Fotovoltaikanlage, lediglich eins besitzt Sonnenkollektoren und andere erneuerbare Energieformen wurden kontinuierlich von der CDU verhindert. Selbst bei der Zerstörung vom Naturschutzgebiet „Auf der Lohe“ bei der Erweiterung des Golfplatzes Rubenheim machte damals die CDU nicht halt.

Ich möchte die Energieversorgung in der Gemeinde langfristig klimaneutral gestalten und – wie es jetzt auch die Gemeinde Nalbach in Angriff genommen hat – Gersheim zu eine “Null-Emissions-Gemeinde” machen. Dabei will ich dafür sorgen, dass Gersheim Teil des Förderprogramms “Kommunaler Klimaschutz” wird.  Darin wird die Erstellung von Klimaschutzkonzepten, die verschiedene Handlungsfelder berücksichtigen, gefördert.

Dabei will ich mit Experten bspw. vom Umweltcampus in Birkenfeld oder vom Institut für Zukunftsenergiesystem in Saarbrücken ein solches Konzept mit Energie- und CO2-Bilanzen, Potenzialabschätzungen, Minderungsziele, Maßnahmenkataloge und Zeitpläne zur Minderung von Treibhausgasemissionen erstellen lassen.

Damit soll Gersheim einer der Vorreiter in Sachen Klimaschutz werden und viele Millionen Euro Investitionen in die Gemeinde gelockt werden. Wir schlagen mehrere Fliegen mit einer Klappe: wir schützen die Umwelt, senken die Energiekosten und schaffen auf lange Sicht Arbeitsplätze in der Gemeinde.

Gersheim – das Herzstück des Biosphärenreservates

Das Biosphärenreservat Bliesgau wird als repräsentative Landschaft geschützt und als Modellregion nachhaltig entwickelt. Entscheidend für den Erfolg ist der aktive Einbezug der Bürgerinnen und Bürger der Biosphäre Bliesgau in dessen Entwicklung.

Gersheim liegt mittendrin und hat dadurch erhebliches Potential und kann in vielerlei Hinsicht davon profitieren. Als ehemaliges Mitglied der Zweckverbandsversammlung, habe ich die Entwicklung der Biosphäre hautnah miterlebt und sehe darin viele Chancen für Gersheim.

Eine der primären Aufgabe des Biosphärenreservates ist der Naturschutz und die nachhaltige Landnutzung, der für Gersheim mit der einmaligen Natur von großer Bedeutung ist. Genauso gehören aber auch die Aufgaben aus den Bereichen Land- und Forstwirtschaft, Industrie und Gewerbe sowie Tourismus und Siedlungsentwicklung dazu. Das Biosphärenreservat wird also ein wichtiger Baustein in meiner Entwicklungspolitik für die Gemeinde sein. Vor allem für die Landwirtschaft bieten sich neue Möglichkeiten der Produktvermarktung. Es gilt die Chancen zu nutzen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Umweltbildung und –Forschung. Im Gebiet der Umweltbildung, insbesondere für Kinder, kann Gersheim auf eine wichtige Einrichtung zurückgreifen: das Ökologische Schullandheim „Spohns Haus“ im Ortsteil Gersheim. So ist Spohns Haus nicht nur ein touristischer Faktor, sondern auch die Möglichkeit Kindern aber auch Erwachsenen unsere Natur und Umwelt näher zu bringen. Ich sichere Spohns Haus meine volle Unterstützung zu.

Biosphärenregionen sind prädestiniert für eine praxisnahe Aus- und Weiterbildung von Wissenschaftlern, Verwaltungspersonal, Gebietsmitarbeitern, Besuchern wie auch der ortsansässigen Bevölkerung. Arbeitsschwerpunkte bilden wissenschaftliche und fachliche Ausbildung, Umwelterziehung, praktische Demonstration sowie Beratung und Bildung. Dabei will ich erreichen, dass Gersheim eine wichtige Rolle spielt und möchte diesen Aspekt mit in das Umweltkonzept aufnehmen.

Den Steinbruch in Rubenheim sehe ich äußert kritisch und bleibe bei meiner Meinung, dass eine Erweiterung des jetzigen Abbaugebiets ein zu starker Eingriff in die Landschaft ist. Es ist bedauerlich, dass die Bevölkerung und die Ortsräte vor Ort so wenig oder teilweise gar nicht eingebunden werden. Hier wird erneut äußerst intransparent gearbeitet. Die Erweiterung ist wohl aus rechtlicher Sicht nicht mehr zu verhindern. Ich werde aber ein wachsames Auge auf die Einhaltung der Auflagen legen und auch den Beschwerden nachgehen.

Verkehr

Die Gemeinde Gersheim ist insgesamt verkehrsinfrastrukturell nicht gesegnet. Autobahnzufahrten sind weit entfernt, Straßen sind in einem schlechten Zustand, Bahnanbindungen existieren nicht mehr. Diese Situation ist in der Ansiedlungspolitik ein Standortnachteil. Dennoch gibt es vieles, was getan werden kann.

Ich will mich weiterhin, wie ich es auch im Kreistag getan habe, für eine bessere Anbindung im öffentlichen Nahverkehr und für eine bessere Bewerbung von Angeboten wie die des Anruf-Sammeltaxis (AST) einsetzen.

Ich will mithelfen, das Projekt der saarländischen Verkehrsministerin Anke Rehlinger, den ÖPNV einfacher und kostengünstiger zu machen. Das heutige System ist intransparent und macht den ÖPNV nicht attraktiv. Das Schülerticket sollte günstiger und landesweit gültig sein. So wäre das Schülerticket auch für Auszubildende, die eine Ausbildungsstelle außerhalb ihres Landeskreises bekleiden, auch nutzbar.

Die Menschen in der Gemeinde sollen mobiler werden mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die SPD wird sich für die Schaffung eines Bürgerbusses einsetzen. Andere Gemeinden zeigen, wie dies gelingen kann. Mehrfach am Tag könnte der Bus zu einem bezahlbaren Tarif die Ortsteile der Gemeinde anfahren, und den Menschen damit den Besuch beim Arzt, den Einkauf oder auch den Besuch von Freunden und Familie erleichtern.  Auf Nachfrage kann der Bus Menschen mit Gehproblemen vor Ort abholen und nach Hause bringen.

In den letzten Jahren sind einige Straßen saniert worden, dennoch sind noch einige Straßen in der Gemeinde, insbesondere Nebenstraßen, in einem sehr schlechten Zustand. Diese Mängel gilt es schrittweise zu beheben, entweder durch kurz- oder durch langfristige Maßnahmen.

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