In Gersheim leben – eine starke Gemeinschaft

Vereine

Wir haben viele aktive Vereine, die sich in der Kinder- und Jugendarbeit engagieren, die Freizeitangebote bieten und das Kulturleben bereichern. In keiner Gemeinde im Saarland sind so viele Vereine aktiv wie in unserer Gemeinde. Diese Vereine verdienen Unterstützung.

Im Rahmen meiner Initiative für eine dienstleistungsorientierte Verwaltung will ich die Unterstützungsangebote an die Vereine ausbauen. So sollen bessere Darstellungsmöglichkeiten für Vereine entstehen, im Gemeindeblatt oder im Internet, durch die Schaffung einer Internetplattform für Vereine. Sie sollen aber auch bei der Durchführung von Aktivitäten stärkere Unterstützung erfahren.

Vereine zu führen ist heute schwieriger geworden. Beispielsweise beim Gesundheitsschutz, beim Brandschutz oder beim Datenschutz gelten heute viel schärfere Regeln, als noch vor einigen Jahren. Da können ehrenamtlich Tätigen oft gar nicht mehr durchblicken. Ich möchte im Rathaus Mitarbeiter schulen um Vereine ist solchen Fragen Unterstützung zu bieten, Vorträge und Informationsveranstaltungen zu organisieren. Der oder die Ehrenamtsbeauftragte in der Verwaltung soll der Ansprechpartner für alle Vereine sein.

Vereine sind eine wichtige Säule der Kinder- und Jugendarbeit. Deshalb will ich einen Kinder- und Jugendfond für die Förderung dieser Arbeit einrichten. Über die Verwendung der Gelder entscheiden dann die Vereine selbst.

Ich will ein Vereinsforum bilden, in dem Verwaltung, Politik, Verbände und Vereine kontinuierlich im Dialog bleiben, sich austauschen können und über Sorgen und Nöten diskutieren können. Denn wer ehrenamtlich im Verein Verantwortung trägt, leistet für die Allgemeinheit Großes. Gemeinsam kann viel bewirkt werden. Ich setze daher auf eine enge Partnerschaft und intensiven Kontakt mit den Verantwortlichen.

Es ist und bleibt äußerst wichtig Jugendliche an die Vereinsarbeit heran zu führen. Ich will sie dazu ermutigen aber auch dabei unterstützen. Auch hier ist mir der Dialog mit den Verantwortlichen von Jugendclubs, kirchlichen Jugendorganisationen, Jugendwehren und Jugendabteilungen wichtig. Ich strebe daher die Bildung eines Gemeindejugendrings an.

Feuerwehrwesen

Es ist wichtig, immer wieder die herausragende Bedeutung der ehrenamtlichen Feuerwehren in unserer Gemeinde hervorzuheben. Ohne dieses ehrenamtliche Engagement wäre ein flächendeckender Brand- und Katastrophenschutz, gerade in einer Flächengemeinde wie Gersheim, nicht zu gewährleisten. Doch was für viele eine Selbstverständlichkeit ist, muss entsprechend unterstützt und gefördert werden. Die Arbeit der Feuerwehren verändert sich, nicht überall verfügt man – insbesondere Tagsüber an Werktagen – über ausreichend Kameradinnen und Kameraden, um Einsätze fahren zu können. Es darf auch nicht übersehen werden, dass die Feuerwehren weit über ihre unmittelbaren Aufgaben hinaus auch erheblich zum gesellschaftlichen Leben in unseren Dörfern beitragen.

Wir können den Feuerwehrleuten eigentlich gar nicht genug für Ihre dauerhafte Einsatz- und Leistungsbereitschaft danken. Feuerwehrleute investieren viel Freizeit für Übungen und Ausbildung. Sie sind bereit, auch unter hoher eigener Gefährdung Menschen aus lebensbedrohlichen Situationen zu retten. Wir dürfen nicht so tun, als sei dies die selbstverständlichste Sache der Welt.

Um zukunftssicher zu sein, braucht es eine gute Jugendarbeit. Es ist Aufgabe der Gemeinde diese Jugendarbeit so weit wie möglich zu unterstützen um ausreichend Nachwuchs auszubilden, der möglichst lange vor dem Eintritt in die aktive Feuerwehr das nötige Handwerkszeug gelernt hat.  Aber auch für die aktive Wehr muss die Gemeinde auch Partner bei der Akquirierung von neuen Kameradinnen und Kameraden sein und bei der Werbung unterstützen. Ich möchte alle Möglichkeiten einsetzen, die der Gemeindeverwaltung zur Verfügung stehen, um das Anwerben zu unterstützen.

Ebenso wichtig ist es, die Feuerwehren auf neue Herausforderungen vorzubereiten. So ist auffällig, dass die Feuerwehr vermehrt mit extremen Wetterlagen zu kämpfen haben, sei es durch längere Trockenzeiten, die ein erhöhtes Feuerrisiko bedeuten oder starke Unwetterlagen wie im vergangenen Jahr. Darüber hinaus werden sich die Anforderungen bei Verkehrsunfällen durch neue Antriebsarten ändern. Es ist mit einem Elektro-, Hybrid- oder Erdgas-Autos ganz anders umzugehen, wie mit herkömmlichen Kraftfahrzeugen. Bis 2030 werden nur noch 50% der Autos mit Diesel- oder Benzinmotoren produziert. So sind bspw. für Elektroautos erhebliche Mengen an Löschwasser notwendig, die oft gar nicht von den Einsatzfahrzeugen befördert werden können. Es ist daher von größter Bedeutung die Löschbezirke durch entsprechende Fortbildung sowie entsprechende Fahrzeugkonzepte z.B. mit mehr Wasserkomponenten zu unterstützen und sie auf die neue Situation frühzeitig vorzubereiten. Dies betrifft sowohl die Ausstattung der Feuerwehrgerätehäuser wie auch die Fortbildungsangebote die Gemeindeweit organisiert werden können.

Die einzelnen Löschbezirke wissen am Besten was Sie für die Bewältigung Ihrer Aufgaben benötigen. Dies geschieht und muss auch in Abstimmung mit anderen Löschbezirken geschehen. Es ist aber wichtig, dass diese Bedarfslisten – gerade bei der Grundausstattung – auch abgearbeitet werden. Die Digitalisierung spielt auch bei den Feuerwehren eine immer stärkere Rolle. Der Zugang zu Informationen im Einsatz muss ggf. auch schnell über elektronische Geräte abgerufen werden können.

Freizeit und Kultur

Gersheim als Kulturstandort festigen

„Kultur“ ist im Slogan der Gemeinde „Kultur und Natur“ das erst genannte Wort. Außer der Theaterwoche, eine wichtige und über die Gemeindegrenzen bekannte Veranstaltung, gibt es jedoch, von der Gemeinde aus, keine nennenswerten kulturellen Impulse. Andere Veranstaltungen wurden eingespart. Zum Glück sorgen die Vereine in der Gemeinde für eine ausgiebige Kulturpflege. Als 2017 die Veranstaltung „Kultur und Musik im Keller“ eingespart wurde, habe ich zusammen mit anderen Mitstreiterinnen und Mitstreiter die Initiative ergriffen und die Veranstaltung unter dem Namen „Walsheimer Spätsommer“ mit über 700 Besucherinnen und Besucher ins Leben gerufen. Es bleibt aber wichtig die Kultur aus der Verwaltung heraus weiter zu fördern und neue Projekte zu initiieren. So müsste der Europäische Kulturpark deutlich stärker in die Kulturpolitik der Gemeinde integriert werden. Dafür möchte ich mich einsetzen. Mit dem von mir langfristig geplanten Gemeindezentrum für Kultur, Jugend und Familien will ich auch ein Ort der Kulturpflege schaffen.

Historisches Erbe der Gemeinde bewahren

Ein weiteres, sehr wichtiges Ziel ist die Förderung der Ortskunde. Viele Freiwillige haben sich in den letzten Jahren für die Zusammenstellung der Ortsgeschichten eingesetzt. Dieses Engagement muss unterstützt werden, damit Bücher neu aufgelegt und ergänzt werden können. Dies kann auch in Formen von Museen wie bspw. in Reinheim im Europäischen Kulturpark oder in Rubenheim mit dem Museum für dörfliche Alltagskultur, die zwar nicht von der Gemeinde getragen werden, jedoch eine wichtige Rolle in der Ortskunde spielen. Seit einigen Jahren setzte ich mich persönlich für die Aufarbeitung der Geschichte der Walsheim Brauerei ein. Ich möchte auch für die Schaffung eines Brauereimuseums in Walsheim einsetzen. Die Brauerei ist und bleibt ein wichtiger Teil der Geschichte unserer Gemeinde und verdient ein Museum.

Freibad erhalten

Ich möchte mich auch für den Erhalt des Freibads in Walsheim einsetzen. Aufgrund seiner besonderen Lage ist das Freibad bei Familien äußerst beliebt. Für Kleinkinder soll ein Wasserspielbereich das Angebot erweitern. Außerdem soll der Gastronomiebereich erhalten bleiben. Mit Sonderveranstaltungen soll die Aufmerksamkeit für das Schwimmbad erhöht werden: Angebote für das Absolvieren von Schwimmabzeichen in den Sommerferien, Konzert und Kinoabende mit Nachtschwimmen oder auch Deutsche-französische Beachvolleyballturniere. Die Besucher*innen des Freibades sollen über eine Onlinebefragung über die Veranstaltungsplanung mitentscheiden. Darüber hinaus soll über das Freibad über ein offenes WLAN Netz verfügen. Ich möchte auch die Gründung eines „Fördervereins Walsheimer Freibad“ vorantreiben um Menschen, die sich für den Erhalt und die Attraktivitätssteigerung des Schwimmbades einsetzen möchte eine Plattform zu bieten.

Beziehungen nach Frankreich

In diesem Jahr feiert die Gemeinde Gersheim das 30-jährige Bestehen der Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Bazancourt. Es ist für mich ein emotionaler Moment, war ich doch schon 1989 als kleiner Junge bei der großen Feier auf dem Rathausplatz in Bazancourt dabei. Inzwischen ist Routine in die Partnerschaft eingekehrt. Zu viel Routine. Der ehemalige Bürgermeister Kruft hatte sich stark für die Partnerschaft eingesetzt. Der amtierende Bürgermeister beteiligt sich jedoch kaum an der Partnerschaft, ist oft abwesend und vergrault damit unsere Freunde aus Bazancourt. Wir müssen mehr tun um sie zu pflegen. An dieser Stelle möchte aber denen danken, die sich in den letzten Jahren in beiden Gemeinden zur Erhaltung dieser Partnerschaft eingebracht haben. Ich will als Bürgermeister diese Partnerschaft neu aufleben lassen und Ihr eine wichtigere Rolle in der Gemeindepolitik geben. Ich will den Austausch von Vereinen, von Gemeinderäten aber auch von Kulturschaffenden und Jugendlichen verbessern.

Wir dürfen dabei aber nicht unsere unmittelbaren Nachbarn in Lothringen und im Elsass nicht vergessen. Die Partnerschaften und Gespräche mit den Nachbargemeinden jenseits der Grenze aber auch beispielsweise mit Herbitzheim im Elsass sind für mich als überzeugter Europäer sehr wichtig. Ich möchte meine deutsch-französischen Wurzeln, meine Erfahrungen und meine Kontakte nach Frankreich in den Dienst der Gemeinde stellen.

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