Bürgermeisterkandidat Clivot: „Das Leben in Gersheim darf für die Menschen nicht zur dauerhaften Belastung werden.“

„Erneut macht der Bürgermeister auf sich aufmerksam. Positiv ist diese Art des Marketings für Gersheim allerdings nicht“ so Michael Clivot zur jüngsten Berichterstattung des Saarländischen Rundfunks zu den landesweit höchsten Abwassergebühren in Gersheim.

Demnach ist die Belastung bei den Abwassergebühren in Gersheim für eine Vierköpfige Familie mit Abstand am größten. „Sicher hat Gersheim mit seinen 11 Ortsteilen ein großes Kanalnetz zu betreiben. Sicher hat Gersheim als kleine Gemeinde mit knapp 6.500 Einwohnern auch weniger Gebührenzahler. Aber sicher ist auch, dass für die Menschen in der Gemeinde das Leben auf dem Land auch bezahlbar bleiben muss. Dem Bürgermeister, der sich die Familienfreundlichkeit als oberstes Ziel auf die Fahne geschrieben hat, kann man nur sagen: Ziel verfehlt.“

Nach Ansicht des Bürgermeisterkandidaten der SPD in Gersheim habe Rubeck bisher jegliche Initiative ausgelassen, auf die strukturellen Benachteiligungen seiner ländlichen Flächengemeinde öffentlich aufmerksam zu machen. „Das Kanalnetz muss unterhalten und auf Vordermann gebracht werden. Einen Investitionsstau kann sich die Gemeinde nicht leisten. Die Gelackmeierten dürfen aber nicht die Menschen in der Gemeinde sein. Es bedarf geeigneter Ausgleichsmechanismen im Land.“ Blicke man auf die Abwassergebühren so muss die Frage erlaubt sein, warum es in den Bliestalkommunen dermaßen starke Abweichungen gibt. Nach Angaben des Saarländischen Rundfunks zahlt eine Vier-köpfige Familie in Gersheim pro Jahr 978,24 Euro Abwassergebühren. In Blieskastel sind es gerade Mal 621,12 Euro und in Mandelbachtal 685,20 Euro. „Für mich liegt eine Lösung auf der Hand. Wir brauchen eine echte Debatte über eine sinnvolle interkommunale Zusammenarbeit. Die Zusammenarbeit im Bereich der Trinkwasserversorgung funktioniert über die Stadtwerke Bliestal reibungslos. Hier sehe ich einen ersten Ansatz. Von einem guten Kanalnetz profitieren wir alle. Deshalb muss es für die Familien bezahlbar bleiben.“ So Clivot abschließend.

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